15 September, 2019 | Admin

Immobilienpreise auf Rekordhoch, wann platzt die Blase?

Dass Käufer für Wohnung und Häuser immer tiefer in die Tasche greifen müssen, darüber wird seit Jahren berichtet und diskutiert. Wie erschreckend die Preisexplosionen in Städten teils ausfallen, zeigt nun eine Studie. Die Ergebnisse haben auch Auswirkungen auf Mieter.

Vor zehn Jahren, da war die Immobilienwelt noch in Ordnung – zu diesem Befund könnte man kommen, wenn man auf die Kaufpreisentwicklung deutscher Metropolen in den vergangenen zehn Jahren blickt. Der Grund: In fünf von 14 Städten zahlen Käufer heute je Quadratmeter mehr als doppelt so viel wie noch im Jahr 2009 und auch in allen anderen Städten haben sich Häuser und Wohnungen teils massiv verteuert. Das geht aus einer Studie von der Immobilienbörse Immowelt hervor.

Das Immobilienportal hat die Angebotspreise von mehr als 200.000 Inseraten für die Jahre 2009 und 2019 miteinander verglichen und dabei jeweils den mittleren Quadratmeterpreis der angebotenen Häuser und Wohnungen ermittelt. Der mittlere Quadratmeterpreis spiegelt den mittleren Preis der ausgewerteten Angebote wider - die eine Hälfte ist teurer, die andere günstiger.

Das Resultat: Die Steigerung der Kaufpreise übersteigt in allen untersuchten Städten die allgemeine Inflationsrate in Deutschland, die zwischen den Jahren 2009 und 2019 insgesamt um 13,7 Prozent zugelegt hat. Demnach verteuerten sich Immobilien im selben Zeitraum deutlich mehr als andere Waren und Dienstleistungen.

München und Berlin hat es am stärksten getroffen

Der Zehnjahresvergleich der Immobilienpreise der 14 größten deutschen Städte zeigt, dass die Preise für Wohneigentum seit 2009 am stärksten in München gestiegen sind – und zwar um 153 Prozent! In der bayerischen Landeshauptstadt liegt der Quadratmeterpreis im Median inzwischen bei 7.500 Euro. Vor zehn Jahren waren es lediglich 2970 Euro. „Wohneigentum in München ist generell begehrt und neuer Wohnraum begrenzt. Neubauten und aufwendige Sanierungen treiben den Preis für Wohnungen und Häuser darüber hinaus weiter in die Höhe“, begründet das Immobilienportal die Ergebnisse.

Während die Immobilien in München im Jahr 2009 rund 31 Prozent teurer als im ebenfalls hochpreisigen Frankfurt am Main lagen, sind es jetzt bereits 71 Prozent. Damit hat die Metropole alle anderen Städte weit hinter sich gelassen. In Frankfurt kostet der Quadratmeter im Median aktuell 4.380 Euro.

Im Ruhrgebiet gibt es noch Immobilienschätze

Wer hingegen auf der Suche nach erschwinglicheren Quadratmeterpreisen ist, findet günstigere Immobilien noch im Ruhrgebiet. In Dortmund legte der Quadratmeterpreis seit 2009 vergleichsweise moderat um 31 Prozent auf 1.800 Euro zu. In Essen verteuerten sich Immobilien sogar nur um rund ein Viertel auf 1.820 Euro.

Damit kommen die beiden Revierstädte nicht nur bei der Steigerungsrate gut weg, auch absolut zählen Essen und Dortmund im Vergleich zu den günstigsten Städten. „Der Strukturwandel der einstigen Schwerindustrie-Standorte gepaart mit einer Stagnation der Bevölkerungszahlen bremsen den Preisanstieg – auch Neubauten und renovierte Objekte werden in Dortmund und Essen zu einem weit niedrigeren Niveau offeriert als in anderen deutschen Großstädten“, schreiben die Experten von Immowelt.

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